• An Gott glauben ..

    Schaut man von außen auf den christliche Glauben, kann einem dieser schon vorkommen wie ein Grundstück, das von einer hohen Hecke umgeben ist. Der Betrachter kann nicht einschätzen, was sich hinter der Hecke verbirgt: ein verfallener Schuppen – oder ein gepflegter Garten? Und wo wäre überhaupt das Gartentor? Der tschechische Theologe Tomáš Halík nimmt…

  • Alltagsfähige Mystik

    Das mystische Erbauungsbuch der „Nachfolge Christi“ zählt trotz seines ehrwürdigen Alters zu den zeitlosen Klassikern spiritueller Literatur. Selbst unter Protestanten und Nichtchristen fand das Werk des Augustiner-Chorherren Thomas von Kempen großen Anklang, sodass es nach der Bibel als das weit verbreitetste Buch gehandelt wird. Peter Dyckhoff legt im Benno-Verlag eine neue, am heutigen…

  • Die Apokalypse

    In Michael O’Briens frisch ins Deutsche übersetztem Buch „Die Apokalypse – Warnung, Hoffnung und Trost“ versucht der Autor, das Buch der Offenbarung für unsere Zeit zu deuten. In einem Vorwort schreibt O’Brien, dass sein Buch nicht den Anspruch erhebt, ein Überlebenshandbuch oder eine Wegbeschreibung durch den Weltuntergang zu sein. Es enthält wenig Theorie,…

  • Titelbild Über die weiße Linie

    Ein Priester als Menschenretter

    Der irische Priester Hugh O’Flaherty rettete im Zweiten Weltkrieg mehr als 6.500 Menschen aus 25 Nationen vor Verhaftung, Folter und Tod. Die beiden Autoren setzen dem katholischen Widerstandskämpfer mit der vorliegenden Veröffentlichung ein literarisches Denkmal und schließen zugleich eine klaffende Lücke, eigentlich einen abgrundtiefen Krater, innerhalb der deutschen Publikationslandschaft. Weit entfernt von Don-Camillo-und-Peppone-Geschichten…

  • Innerlichkeit und Handlung

    Mystik ist kein elitärer Sonderweg, der nur großen Heiligen zugänglich wäre, betont Gotthard Fuchs, der sich schon seit Jahrzehnten intensiv mit Mystik beschäftigt. In jedem Menschen wohnt eine tiefe Sehnsucht, die mehr will als das bloß Alltägliche. Mystiker versuchen nun aber gerade nicht, das Alltägliche abzuwerten. Vielmehr zielen sie darauf ab, dass die…

  • (K)ein unbekannter Gott

    P. Martin Ramms Schriften sind immer eine lohnenswerte und geistreiche Lektüre. Sein jüngstes Werk beschäftigt sich mit dem Heiligen Geist, der nach Kardinal Newman für eine zunehmend größere Anzahl von Christen jener „unbekannte Gott“ geworden ist, den Paulus nach Athen getragen hatte. Nun trägt Ramm keineswegs Eulen nach Athen, zumal das europäische Christentum…

  • Licht-gewordenes-Geheimnis

    Das Interesse am „Turiner Grabtuch“ ist und bleibt virulent. Von keiner anderen „mutmaßlichen“ Herrenreliquie ging und geht eine derartige Faszination aus. Die Literatur dazu ist breit, besonders Paul Badde (Rom) hat mehrere Bücher dem Turiner Grabtuch und dem Seidentuch von Manopello gewidmet. Einer persönlichen spirituellen Anrufung folgend haben nun die Hofer katholische Autorin…

  • Eine dichte Wolke voller Zeugen

    Die ersehnte Erneuerung der Kirche, deren Kleid und Antlitz im Offenbarwerden von Missbrauchsfällen zuletzt beschmutzt wurde, bedarf des reinigenden Blickes auf die Blutzeugen, die die Wahrheit des Glaubens und der Liebe höher schätzten als ihr eigenes Leben. „Da uns eine solche Wolke von Zeugen umgibt, wollen auch wir alle Last und die Fesseln…

  • Die Heiligen sprechen für sich

    Kaiser Diokletian fasste während der letzten Christenverfolgung des Römischen Reiches das perfide Kalkül, nicht bloß jene Christen hinzumartern, die den Staatsgöttern nicht opfern wollten, sondern auch historische Textzeugnisse zu vernichten, die frühen Märtyrer dem verzehrenden Feuer der Damnatio memoriae zu überlassen. Die junge Kirche sammelte die fromme Erinnerung der Blutzeugen in ihren Legenden,…

  • Noli me tangere

    Jean-Luc Nancys Denken steht in der Tradition der Dekonstruktion und Phänomenologie. Auf Basis dieser Deutefolie analysiert der französische Philosoph die österliche Begegnung zwischen Maria von Magdala und dem Auferstandenen (Joh 20,11-18) und fokussiert diese Szenerie, die sonst abseits kanonischer Bilderzyklen ein paradoxes Schattendasein fristet. Im Zentrum des philologischen Essays steht das doppeldeutige Berührungsverbot…