Tipps & Leitfaden

Meistgestellte Fragen

Eine Zusammenstellung oft gestellter Fragen und die dazugehörigen Antworten beschreiben die  FAQ.

Eine gelungene Rezension ist eine kritische Würdigung eines Buches. Sie soll informativ, aber auch ansprechend formuliert sein. Dem Autor bietet sich dabei auch Gelegenheit, eine persönliche Stellungnahme abzugeben, das Werk zu präsentieren und kritisch zu beleuchten, ohne in werbetechnische Rhetorik zu verfallen.

Eine gute Rezension macht den Leser sowohl mit dem Inhalt als auch mit den Kernaussage(n) vertraut. Dies geschieht durch eine klare Darlegung der Hauptargumentation und durch Weglassen von beiläufigen Informationen, damit wesentliche Informationen leserfreundlich präsentiert werden können. Weniger geht es dabei um eine mechanische oder hölzerne Aufteilung der Abschnitte. Der Leser soll vielmehr informiert werden und zu einem eigenen Urteil kommen.

Positive und negative Kritik soll in sachlicher Weise, durch gute Argumente, vorgetragen werden. Schillernde Rhetorik oder Polemik diskreditieren den eigenen Text. 

Eine Rezension prägt auch das eigene Gedächtnis. Sie muss daher vorbereitet werden. Voraussetzung für eine gute Rezension ist die Auseinandersetzung mit dem Buch und dem Autor. Was hat der Autor noch publiziert? Was ist seine Hauptthese? Kurze Lese-Notizen helfen den Aufbau besser nachvollziehen zu können.

Eine Rezension besteht aus drei Teilen. Die Unterpunkte verstehen sich dabei als Anregung, nicht als Pflichterfüllung.

  • Einleitung: Zum Einstieg kann eine provokante Frage formuliert, ein prägnantes Zitat aus dem Buch Verwendung finden. Die ersten vier Sätze sollen zum Weiterlesen animieren. Eine kurze Vorstellung des Autors kann zudem Leseeifer entfachen.
  • Hauptteil: Beschreibt das Kernthema und den inneren Aufbau des Buches.
    • Was ist die Fragestellung, die der Text behandelt?
    • Wie wird argumentiert?
    • Was sind die Thesen des Autors, seine Methode?
    • An wen knüpft der Autor an, oder ist das eine eigenständige Arbeit?
    • Wie geht der Autor vor um seine Aussagen zu unterlegen (Methodik)?
    • Liefert der Text neue Erkenntnisse, oder fasst er nur andere Erkenntnisse zusammen?
  • Fazit: Bewertung des Inhalts
    • Zieht sich ein roter Faden durch den Text?
    • Ist alles klar definiert, oder ist manches zu ungenau?
    • Es können auch Punkte wie diskussionsbedürftige Unstimmigkeiten oder Unklarheiten aufgegriffen werden und das methodische Vorgehen beurteilt werden. 
    • Beantwortet der Autor das Thema/die Fragestellung auch umfassend, gibt es nach der Lektüre Unklarheiten?
    • Wie ist der Stil bei der Argumentation des Autors?
    • An welche potentielle Zielgruppe ist der Text adressiert (Laien, Pädagogen, Studenten, Akademiker, Allgemeinheit)?

Vermeiden Sie beim Schreiben allzu blumige oder bildhafte Sprache. Das bedeutet nicht, dass Rezensionen langweilig und trocken sein müssen. Sie sollten aber dennoch einen akademisch inspirierten Sprachstil verfolgen. Berücksichtigen Sie beim Erstellen der Rezension auch, welche Zielgruppe das Buch fokussiert. Richten Sie Sprache, Stil, Schwerpunkte und Länge der Rezension danach aus. Formulieren Sie einen einprägenden letzten Satz! Auf Fußnoten oder Quellenangaben kann in wissen­schaft­lichen Rezensionen verzichtet werden. Bitte begrenzen Sie Ihre zwischen 2.000-4.800 Zeichen.

Was macht eine gute Literaturkritik aus? Zunächst: Die Kritik soll den Leser zur Lektüre einladen. Zum Lesen des Buches, aber auch zur kritischen Auseinandersetzung. Der Einstieg soll darum Interesse hervorrufen, Spannung erzeugen. Kritik ist nicht gleichbedeutend mit „negativ“. Kritik heißt: Beurteilung, Bewertung – und die kann eben auch positiv sein.

Weil die Kritik ist ein Dienst für den Leser ist, sollte der Inhalt eines Buches so anschaulich wie nötig und so knapp wie möglich wiedergegeben werden, so dass der Leser den roten Faden findet, ihm aber auch nicht zu viel verraten wird.

Diese Wiedergabe soll keine langatmige Inhaltsangabe sein, sondern gerafft und in der Sprache des Kritikers das Wichtigste darstellen. Persönliche kritische Anmerkungen finden am Ende der Rezension ihren Niederschlag.

Man sollte sich die Zeit nehmen, über die Absichten des Autors – die, die er vielleicht selbst nennt (in einem Interview oder Begleittext) oder die, die man selbst zu erkennen glaubt – nachzudenken und zu prüfen, ob sie sich im Buch wiederfinden, ohne plakativ oder mit erhobenem Zeigefinger vorgetragen zu werden. Das kann der Unterschied sein zwischen „gut gemach“ und „gut gemeint“.

Ein Kritiker muss eine Meinung haben. Die Wertung ist eine wichtige, wenn auch nicht die einzige Aufgabe des Kritikers – der Leser der Kritik will eine Empfehlung, eine Entscheidungshilfe, ob er sich mit dem Buch befassen sollte oder nicht, ohne in den Ich-Ton zu verfallen.

Kritik ist immer subjektiv? Korrekt! – aber sie hat Grundlagen. Aus diesem Grund sind die früheren Werke eines Autors von Interesse, welche Themen haben ihn bisher in Beschlag genommen? Der Kritiker sollte wissen, ob sich ein Autor immer neu und anders mit dem gleichen Thema beschäftigt, oder in jedem Buch ein neues Thema sucht, dabei entweder seinem Sprachstil treu bleibt oder jeweils einen neuen Tonfall findet.

Nach einem Exposé des Verbandes der deutschen Kritiker e.V.

Sorgsame Analyse des Textes.

Entfaltung des Kernthemas.

Schwungvoller Stil.

Gedanken zu Ende denken.

Eine Stunde Studieren ist für einen modernen Apostel eine Stunde Gebet.

Josemaría Escrivá

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